Der charmante und unschuldige Kleine Novizenmönch trägt eine starke buddhistische Symbolik. Im Buddhismus wird ein männlicher Mönch, der mindestens sieben, aber unter zwanzig Jahre alt ist, als Novizenmönch bezeichnet. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit und bezieht sich auf jemanden, der die Führung und Disziplin vollordinierter Mönche gewissenhaft befolgt. Er bedeutet auch „schädliche Handlungen einstellen und Mitgefühl kultivieren“. Ein Novizenmönch hat einen Rang unter dem eines vollordinierten Mönchs (Bhikshu). Das weibliche Äquivalent wird Novizenschwester genannt.

Einfach ausgedrückt ist ein Kleiner Novizenmönch ein junger Mönch.
Der erste Novizenmönch im Buddhismus war Rahula, der Sohn von Shakyamuni Buddha. Rahula trat im Alter von fünfzehn Jahren ins Klosterleben ein. Da Personen unter zwanzig Jahren die volle Ordination nicht erhalten durften, erlaubte Shakyamuni Buddha ihm, als Novizenmönch zu praktizieren.
Kleine Novizenmönche werden oft als unschuldig, neugierig und liebenswert dargestellt. Von Novizenmönchen inspirierte Statuen werden häufig in Tempeln, Gärten und malerischen Gebieten aufgestellt, wo sie den Besuchern oft ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Doch jenseits ihres niedlichen Aussehens berühren diese lebendigen Bilder die Menschen oft tief.
In vielen Zen-Geschichten erscheinen Novizenmönche häufig als Suchende, die ständig Fragen stellen und tiefgründig reflektieren. Ihre Neugier spiegelt die Reise wider, die viele gewöhnliche Menschen bei der Suche nach dem Sinn des Lebens erleben. In diesem Sinne ist der Kleine Novizenmönch zu einem Symbol für das Bewahren der ursprünglichen Bestrebungen und die fortwährende Suche nach Weisheit geworden.

Die Geschichte des Kleinen Novizenmönchs
Ein neu angekommener Novizenmönch war auf alles neugierig.
Als der Winter kam, sah er die älteren Mönche die großen Wasserkrüge im Hof leeren und umdrehen. Er rannte sofort zu seinem Meister und fragte:
"Das Wasser ist doch vollkommen in Ordnung. Warum es wegschütten?"
Der Meister lächelte und antwortete:
"Weil das Wasser im Winter gefriert und sich ausdehnt, was die Krüge zum Platzen bringen könnte. Deshalb müssen die Krüge geleert werden. Das ist kein 'Leeren' im Sinne von Nichts; es ist das Schaffen von Raum."
Bald fiel dichter Schnee, Schicht um Schicht, und bedeckte mehrere getopfte Zypressen. Der Meister wies die Mönche an, die Töpfe vorsichtig auf die Seite zu legen, damit die Bäume horizontal ruhten.
Der kleine Mönch war wieder verwirrt.
"Die Bäume sehen doch gut aus. Warum sie umwerfen?"
Der Ausdruck des Meisters wurde ernst.
"Wer sagt, dass sie gut sind? Siehst du nicht, dass der Schnee ihre Äste bereits biegt? Wenn mehr Schnee fällt, werden sie brechen. Das ist kein Umwerfen; es ist ein flaches Hinlegen, um sie zu schützen, damit sie ruhen können, bis der Schnee schmilzt."
Im Herbst tanzten rote Blätter durch den Klosterhof.
Der kleine Mönch fragte:
"Die Blätter sind so schön. Warum müssen sie fallen?"
Der Meister lächelte.
"Weil der Winter kommt. Der Baum kann nicht alle seine Blätter tragen, also muss er einige loslassen. Das ist kein Aufgeben; es ist Loslassen."
Als das Wetter kälter wurde und schwierige wirtschaftliche Bedingungen den Tempel betrafen, gingen die Spenden erheblich zurück. Sogar der kleine Mönch wurde ängstlich.
"Was sollen wir tun?", fragte er.
Der Meister sah ihn an und sagte:
"Fehlt es dir an Essen? Fehlt es dir an Kleidung? Zähl, was du noch hast. Wie viele Roben hängen im Schrank? Wie viel Brennholz ist noch im Holzschuppen? Wie viele Kartoffeln sind noch eingelagert? Konzentriere dich nicht auf das, was fehlt. Konzentriere dich auf das, was bleibt. Der Frühling wird wiederkommen. Beruhige deinen Geist."
Dann fügte er hinzu:
"'Seelenfrieden' bedeutet nicht Nachlässigkeit. Es bedeutet, den Geist zu beruhigen."
Der Frühling kam schließlich. Durch den reichlichen Winterschnee blühten die Blumen schöner denn je, und der Tempel kehrte allmählich zu seinem früheren Wohlstand zurück.
Eines Tages bereitete sich der Meister auf eine weite Reise vor.
Der kleine Mönch rannte zum Tempeltor und fragte:
"Meister, wenn Sie gehen, was wird aus uns?"
Der Meister lächelte und winkte mit der Hand.
"Wenn ihr gelernt habt, loszulassen, Raum zu schaffen, im Gleichgewicht zu bleiben und eure Gedanken zu beruhigen, was gibt es dann, das ich nicht auch loslassen könnte?"
Buddha kultivieren und den Geist kultivieren

Ein Mann mit gebrochenem Herzen reiste einst tief in die Berge und kam zu einem Tempel, wo er Meister Ikkyu traf.
Er sagte:
"Ich habe die Liebe verloren und fühle mich zerbrochen. Ich hoffe, in den Tempel zu kommen, um Buddhismus zu praktizieren und meinen Schmerz zu heilen."
Meister Ikkyu antwortete:
"Es ist nicht nötig, Buddha zu kultivieren. Buddha ist nicht zerbrochen. Du solltest zuerst dich selbst kultivieren."
Der Buddha lehrte:
"Großes Mitgefühl hat keine Tränen. Großes Erwachen hat keine Worte. Großes Lachen hat keinen Klang. Folgt dem natürlichen Weg."
In diesen wenigen Zen-Lehren steckt eine tiefe Einsicht.
Leere bedeutet nicht, dass nichts existiert

Huineng widmete sich tief der spirituellen Praxis und reiste weit umher, um große Lehrer zu suchen.
Eines Tages besuchte er den Shaolin-Tempel und traf Meister Wuyuan.
Eifrig, sein spirituelles Verständnis zu demonstrieren, erklärte Huineng stolz:
"Geist, Buddha und alle Wesen sind alle leer. Alle Phänomene sind leer. Es gibt keine Anhaftung, keinen Geist, keinen Weisen, kein Geben und kein Empfangen."
In diesem Moment fegte Meister Wuyuan leise gefallene Blätter vom Boden. Ohne zu antworten, schlug er Huineng plötzlich leicht mit seinem Besen.
Huineng wurde sofort wütend.
Meister Wuyuan fragte daraufhin:
"Du sagst, alles sei leer und nichts existiere wirklich. Wenn das so ist, woher kam diese Wut?"
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