【Die vier großen Bodhisattvas】Kṣitigarbha, Guanyin, Manjushri und Samantabhadra sind möglicherweise nicht tatsächlich vier völlig unterschiedliche Bodhisattvas, sondern eher die vier Stadien der spirituellen Kultivierung einer Person.

【The Four Great Bodhisattvas】Kṣitigarbha, Guanyin, Manjushri, and Samantabhadra may not actually be four completely different Bodhisattvas, but rather the four stages of one person’s spiritual cultivation.

Kṣitigarbha Bodhisattva – Die Grundlage sind tugendhafte Wurzeln.
Dies ist die Basis des Menschseins. Alle buddhistischen Schriften sprechen von „guten Männern und guten Frauen“, was bedeutet, dass Freundlichkeit grundlegend ist. Kṣitigarbha Bodhisattva lehrt, dass kindliche Pietät die Wurzel ist, weil kindliche Pietät der Ausdruck von Freundlichkeit ist. Wenn eine Person nicht einmal ihren eigenen Eltern gegenüber pietätvoll ist, wie könnte sie dann wirklich Mitgefühl für andere empfinden?

Die Geschichten berichten auch, wie die Brahmanen-Jungfrau und die „Jungfrau mit den hellen Augen“ Gelübde ablegten, alle Wesen zu retten, um ihre Mütter zu retten. Dies ist die Kraft tugendhafter Wurzeln. Daher ist die erste Stufe der Kultivierung, tugendhafte Wurzeln zu entwickeln, beginnend mit der Ehrung der Eltern und der freundlichen Behandlung anderer. Ohne tugendhafte Wurzeln ist Kultivierung wie ein Hausbau auf Sand – das Fundament ist instabil und kann jederzeit einstürzen.

Guanyin Bodhisattva – Die fortgeschrittene Stufe der Kultivierung: Ursache und Wirkung verstehen.
Wenn eine Person tugendhafte Wurzeln hat, was kommt dann? Dann erscheint Guanyin Bodhisattva. Wie eine weise Lehrerin sagt sie dir: „Kultivierung bedeutet nicht nur, freundlich zu sein, sondern auch, Ursache und Wirkung zu verstehen.“

Jede Handlung hat ihre Ursache und Wirkung. Wenn du Melonen pflanzt, erntest du Melonen; wenn du Bohnen pflanzt, erntest du Bohnen. Viele Menschen empfinden das Leben als unfair – warum leiden gute Menschen, während schlechte Menschen gut zu leben scheinen? In Wirklichkeit liegt das nur daran, dass wir die längere Kette von Ursache und Wirkung nicht sehen können.

Die barmherzige Erlösung von Guanyin (wörtlich „die Ursachen der Welt beobachten“) basiert genau auf ihrem tiefen Verständnis von Ursache und Wirkung. Daher ist die zweite Stufe der Kultivierung, Ursache und Wirkung zu verstehen, zu wissen, was getan werden sollte und was nicht. Erst dann kann Weisheit allmählich entstehen.

Manjushri Bodhisattva – Der Kern der Kultivierung: Weisheit.
Sobald Ursache und Wirkung verstanden sind, entsteht Weisheit. Manjushri Bodhisattva ist die Verkörperung der Weisheit, er hält ein Schwert, das Unwissenheit und Täuschung durchtrennt. Er öffnet die innere Weisheit und hilft, die Wahrheit der Welt zu erkennen.

Viele Menschen kultivieren lange, fühlen sich aber immer noch verloren, weil wahre Weisheit nicht wirklich entstanden ist. Manjushri Bodhisattva lehrt uns, dass das Studium des Dharma und die Reflexion über die Wahrheit die Schlüssel zur Erweckung der Weisheit sind. Nur durch das klare Erkennen der Natur der Unwissenheit können wir uns wirklich der Erleuchtung nähern.

Samantabhadra Bodhisattva – Die Vollendung der Kultivierung: wahres Verständnis durch Praxis.
Mit Weisheit muss man sie natürlich in die Praxis umsetzen. „Kultivierung kann nicht nur auf der Ebene der Theorie bleiben; sie muss in die Tat umgesetzt werden.“

Viele Menschen studieren viele Lehren, doch ihr Leben zeigt wenig Veränderung. Das liegt daran, dass sie sie nicht praktiziert haben. Samantabhadra Bodhisattva erinnert uns daran, dass Kultivierung letztendlich in Handlungen reflektiert werden muss, die sowohl einem selbst als auch anderen zugute kommen. Sich selbst zu ändern ist an sich eine Form der Praxis – das Dharma in den Alltag zu integrieren.

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