Bedeutung des Bodhisattva Ksitigarbha: Das Mitgefühl, die Gelübde und die Geschichte des Dizang Wang Bodhisattva

Ksitigarbha Bodhisattva Meaning: The Compassion, Vows, and Story of Dizang Wang Bodhisattva

Ksitigarbha Bodhisattva, auch bekannt als Dizang Wang Bodhisattva, ist ein Bodhisattva mit einem großen Opfergeist. Er wird als einer der vier großen Bodhisattvas im chinesischen Buddhismus geehrt, zusammen mit Manjushri Bodhisattva, Samantabhadra Bodhisattva und Guanyin Bodhisattva.

Laut Aufzeichnungen wird Ksitigarbha Bodhisattva gewöhnlich in einer Kasaya-Robe dargestellt, die die linke Schulter bedeckt, friedlich auf einem Lotusthron sitzend. Er hält gewöhnlich einen Mönchsstab und ein wunscherfüllendes Juwel in seinen Händen. Der Mönchsstab symbolisiert den Schutz und die Fürsorge für alle Lebewesen, während das Juwel die Wünsche und Hoffnungen der fühlenden Wesen darstellt.

Das heilige Tier neben Ksitigarbha Bodhisattva ist der berühmte „Diting“. Das mythische Tier Diting liegt gewöhnlich neben dem Bodhisattva und soll die Fähigkeit besitzen, das Gute und Böse aller Lebewesen auf der ganzen Welt zu unterscheiden.

Was die Herkunft des Namens „Ksitigarbha“ betrifft, so wird im Ksitigarbha Ten Wheels Sutra festgehalten, dass er „beständig und unbeweglich wie die Erde ist und seine tiefe Kontemplation wie ein verborgener Schatz ist.“ Die letzten Zeichen aus diesen beiden Phrasen bilden den Namen „Dizang“ (Ksitigarbha).

Das Ksitigarbha Bodhisattva Original Vow Sutra besagt, dass Ksitigarbha ursprünglich die Tochter einer Brahmanenfrau war. Weil ihre Mutter an falsche Lehren glaubte und die Drei Juwelen missachtete, fiel ihre Seele nach dem Tod in die Avici-Hölle und litt große Qualen.

Die Tochter betete aufrichtig und hoffte, ihrer Mutter zu helfen, dem Leid der Hölle zu entkommen. Ihre Aufrichtigkeit bewegte den Tathagata, und mit der Hilfe des Buddha konnte sie die Hölle im Traum besuchen, um ihre Mutter zu sehen.

Nach ihrer Ankunft in der Hölle teilte ihr der König der Geister mit, dass aufgrund ihrer kindlichen Frömmigkeit die Sünden ihrer verstorbenen Mutter bereits beseitigt worden seien. Ihre Mutter sei nun der Hölle entkommen und leide keine Bestrafung mehr.

Nach dem Erwachen aus dem Traum entwickelte die Tochter ein großes mitfühlendes Gelübde. Vor dem Buddha schwor sie:

„Möge ich, durch endlose zukünftige Zeitalter hindurch, allen Lebewesen helfen, schlechtem Karma und Leid zu entkommen. Ich werde alle möglichen Mittel einsetzen, um den in der Hölle leidenden Seelen zur Befreiung zu verhelfen.“

Auf der Grundlage dieses Gelübdes erlangte die Tochter nach vielen Leben und unzähligen Zyklen der Kultivierung und Wiedergeburt schließlich die Erleuchtung und wurde Ksitigarbha Bodhisattva.

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